02203 / 202990 kontakt@drescher-cie.de

Folgt man den in unregelmäßigen Abständen veröffentlichten Umfrageergebnissen zur Bedeutung nachhaltiger Anlagekriterien in privaten und professionellen Anlegerkreisen, sind wir mehrheitlich von “Gutmenschen” umringt.

Beispielsweise kommt die jüngst von der Union Investment erstellte Analyse institutioneller Anleger zu dem Schluss, dass eine knappe Mehrheit der Befragten nachhaltige Investmentkriterien bei der Kapitalanlage berücksichtigt.

Wiederum etwas mehr als die Hälfte der Befürworter glaubt auch an einen Performance-Mehrwert nachhaltiger Anlagestrategien und aus ihr resultierende Vorteile im Risikomanagement. Die Kritiker führen interessanterweise genau die gegenteiligen Argumente an: Nachteile in der Performance und im Risikomanagement.

Wirft man im Kontext dieser und anderer Studien einen Blick auf die Mittelentwicklung nachhaltiger Anlageformen wird eine gewisse “Diskrepanz” zwischen Anspruch und Wirklichkeit augenfällig, die nicht ganz zu den Befragungen passen will. Wenn so viele behaupten, danach zu handeln, müßte mehr in entsprechenden Investments verwaltet werden.

Was versteht man doch gleich unter “Heuchelei”?

Jene Verhaltensweise, die Menschen aus Selbstsucht nach außen hin eine lobenswerte Gesinnung zeigen läßt, die ihrem Denken und Handeln eigentlich nicht eigen ist.

Dieses vorspielen, um nicht zu sagen vortäuschen schmeichelnden Verhaltens erfolgt zu dem Zweck anderen zu gefallen oder sich selbst zumindest ethisch und moralisch zu erhöhen.

Vielleicht käme man zu repräsentativeren Ergebnissen, wenn jeder Investor erklären müßte, welche Kriterien er im Detail verfolgt und wieviel er in welchen entsprechenden Produkten investiert hat…