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Nein! Nur dann, wenn man eine daraus macht. Grundsätzlich ist es gut, auf die privat- und volkswirtschaftliche Bedeutung des “Sparens” hinzuweisen und gerade jüngere Menschen -am besten schon im Kindesalter- dafür zu sensibilisieren.

Die Idee des Weltspartags, der jeweils am letzten Werktag des Monats Oktober begangen wird, geht auf den ersten internationalen Sparkassentag im Jahre 1924 in Mailand zurück.

Hilfreich wäre es in diesem Zusammenhang aber neben dem Sparen auch den Investitionsgedanken zu fördern. Dieser kommt im Rahmen der Aktionswochen und Marketingkampagnen rund um den Weltspartag häufig zu kurz. Über Gründe und Motivationen der Finanzinstitute ließe sich vortrefflich diskutieren.

Es treibt einem die Tränen in die Augen, wenn man überschlägt, welche Differenzrenditen in der 90jährigen Geschichte des Weltspartags zwischen den Verzinsungen des Sparbuches und Anlagen in den globalen Aktienmarkt gelegen hätten.

Es wäre schön, wenn im Rahmen des Weltspartags die unterschiedlichen Möglichkeiten der Geldanlage, insbesondere auch die der Investition in Sachwerte,  zukünftig stärker in den Vordergrund gestellt würden. Vielleicht würde das auch zusätzliche Anreize schaffen, größere Teile des verfügbaren Einkommens (vom Taschengeld bis zum Gehalt) mittels Kosumverzicht auf die hohe Kante zu legen.

Und wo wir schon bei “wünsch dir was” sind: Hilfreich wäre obendrein, gerade den Heranreifenden klarzumachen, dass es sich beim Sparen um einen dauerhaften Prozess und nicht um ein einmal jährlich wiederkehrendes Ereignis handelt, wie es der “Weltspartag” vielleicht nahelegt.

Und wenn man dann noch als Staat, mit Blick auf den eigenen Haushalt mit besserem Beispiel voranginge und dem Bürger mehr von seinen Spar-Erträgen ließe, denen bereits versteuerte Einkommen zugrunde liegen, gäbe es immer weniger Anlass, von “Volksverdummung” zu sprechen.