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Entweder…oder…! Will eine Investmentgesellschaft heute mit Kunden ins Geschäft kommen, gelingt ihr das nur noch auf zwei Wegen: über die Leistung oder den Preis.

Anders formuliert: Wer mit seinem aktiven Management kein konsistentes Alpha erwirtschaftet (Mehrwert stiftet) oder im Umkehrschluss preiswertes Beta in Form indexnaher Produkte liefert, hat ein Problem.

Als Beleg für diese These mag man die Absatzstatistiken gleich welcher Art nehmen, die von der Konzentration der Zahlungsströme auf einige wenige Leistungsträger aus dem Kreise aktiver Manager zeugen und gleichzeitig einen zunehmenden Hang zu ETF- und Smart-Beta Lösungen belegen.

Die Transparenz der Fondsbranche wächst! Diesen Umstand verdankt sie vor allem dem technischen Fortschritt. Er schafft immer bessere Analyse-Instrumente und -Techniken und erlaubt Anlegern und Analysten in den Weiten des Internets einen zunehmend effizienteren Erfahrungsaustausch.

So erfreulich diese Entwicklung grundsätzlich auch ist, sie birgt die Gefahr im Exzess kurzfristiger Betrachtungen zu münden: wie sagte es unlängst der Repräsentant einer Investmentgesellschaft mit vermögensverwaltendem “Blockbuster” so schön: wir können mittlerweile anhand unserer eigenen Mittelzuflüsse auf Wochenbasis darauf rückschließen, wie sich unsere Wettbewerber relativ zu unserem Produkt in der Wertentwicklung geschlagen haben. Dieser Satz sollte nicht nur zu denken geben, er muss!

Dieser Artikel erschien am 06.06.2015 in der Euro am Sonntag