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…tönt es seit geraumer Zeit immer wieder aus der Masse der Investoren und Asset-Manager – und wird deshalb doch inhaltlich nicht richtiger.

Schließlich verkürzt der Satz die Betrachtung dieser Anlageklasse auf lediglich zwei Perspektiven: den Geldmarkt und die Anleihen der Emittenten mit sehr guter Bonität. Andere lässt er außer Acht. Beispielsweise die Hochzinssegmente aus den Bereichen der Schwellenländer- und Unternehmensanleihen.

Richtig ist aber, dass es in den vergangenen Jahren ungleich schwieriger geworden ist, mit Anleihen Geld zu verdienen. Mit Blick auf die Renditebeiträge haben die Kurse der Anleihen und ihre Bewegungen gegenüber den Kupons, also den laufenden Erträgen, ganz erheblich an Bedeutung gewonnen. Wird die Renditeerwartung nicht angepasst, müssen heute ungleich größere Risiken und Kursschwankungen an den Rentenmärkten akzeptiert werden als einige Jahre zuvor.

Vor diesem Hintergrund ist aktives Fondsmanagement innerhalb der Assetklasse Renten heute wichtiger denn je. Sollen Renditen optimiert werden, kommt es auf Selektion und Timing an. Die Zeiten beta-getriebener Selbstläufer unter den Rentenfonds gehören bis auf weiteres der Vergangenheit an. Anleger und Manager werden sich schrittweise an diese neue Charakteristik der Assetklasse Renten gewöhnen müssen.

Dieser Artikel erschien am 08.03.2016 auf www.boerse-online.de

Für Börse Online kommentiert Björn Drescher wöchentlich mit “Return: Der Investmentkommentar” Ereignisse aus der Fondswelt.