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“…aber sie reimt sich”, soll Mark Twain gesagt haben. Wenn er recht behielte, sollten sich spät berufene Aktienfondsinhaber vielleicht besser schon einmal warm anziehen. Gleicht die augenblickliche Situation in einigen Punkten doch auffallend der zur Jahrtausendwende. Ähnlich wie heute spie die Investmentbranche auch damals nach längerer Hausse prozyklisch quasi am laufenden Band neue spezialisierte Technologieaktienfonds aus und vertrauten die Anleger Aktienfonds kurz vor Beginn der Korrektur die höchsten Mittel an.

Untersuchungen einer Datenbank zufolge wurden allein im vergangenen Jahr 35 neue Technologie-Aktienfonds aufgelegt. Gerade erst verkündete beispielsweise die Union Investment die Auflage ihres UniIndustrie 4.0, der sich unter anderem der Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und „Robotics“ verschrieben hat. Und im Januar flossen den BVI-Mitgliedern 11,3 Mrd. Euro in Publikumsfonds zu, davon allein 6,4 Mrd. Euro in Aktienfonds. Im Februar brachen die Kurse erstmalig seit längerer Zeit ein.

Nein, es muss nicht so kommen, wie im Frühjahr 2000, als die ersten Korrekturen nur der Beginn einer langen Talfahrt waren. Beispielsweise waren die Bewertungen der meisten Technologieaktien damals ungleich höher als heute. Überdies dürften der Industrie die technologischen Ideen noch lange nicht ausgehen. Aber sensibilisiert sollten wir sein und mit realistischen Erwartungshaltungen an Standortbestimmungen im Zyklus und erzielbare Renditen herangehen. Andernfalls droht mancher prozyklische Trittbrettfahrer, der erst in letzter Minute ohne Geduld auf den Aktienzug aufspringt, die gleichen Irrfahrten zu erleiden, wie schon viele andere vor ihm.