02203 / 202990 kontakt@drescher-cie.de

Nach Jahren des konjunkturellen Aufschwungs beschäftigen sich zunehmend mehr Anleger mit der Frage, wann ihnen die nächste Rezession ins Haus steht. Schließlich pflegt die Börse entsprechende Entwicklungen zu eskomptieren. Vor den daraus resultierenden Kursbewegungen wollen sich die Investoren einerseits schützen, sie andererseits aber auch opportunistisch nutzen.

Wie aber soll man entsprechende Entscheidungen ohne genaue Kenntnis zukünftiger Entwicklungen timen und sich den sprichwörtlichen Pelz waschen, ohne nass zu werden? Mancher bleibt da lieber beim „buy-and-hold“. Andere machen Kasse und hoffen auf eine glückliche Hand, verkaufen oft zu früh und investieren wieder zu spät.

Wie wäre es vor diesem Hintergrund mit einer an die alternativmedizinische Reiztherapie der „Eigenblutbehandlung“ (Entnahme und anschließende Injektion eigenen Patientenblutes) angelehnten Strategie unter Ausnutzung des Cost-Average-Effektes?

Verkauf nennenswerter Teile des Aktienportfolios und Bildung einer Kasse. In der Folge schrittweise Umschichtungen in Form gleichbleibender Beträge (Sparplan) über einen vorher definierten Zeitraum, innerhalb dessen mit Markteinbrüchen gerechnet wird, in die veräußerten oder besser geeignete andere Aktienfonds. Kommt es im Laufe des Zeitfensters zu Korrektur oder Crash, können die Beträge erhöht, ggf. sogar in Gänze umgeschichtet werden.

Was man für diese Strategie benötigt? Den Mut, sie zu verfolgen, die Disziplin sie durchzuhalten, die Aufmerksamkeit im geeignet erscheinenden Moment zu handeln und schließlich eine preiswerte Lagerstelle, die keine unnötigen Transaktionskosten, beispielsweise in Form von Ausgabeaufschlägen vorsieht.

Sollte jetzt jeder Anleger Kasse machen und wenn ja wieviel? Fragen Sie nicht Ihren Arzt oder Apotheker, sondern Ihren Berater und sich selbst. Schließlich könnte die nächste Rezession auch noch ein ganzes Stück entfernt oder zwischenzeitlich bereits eingepreist sein.