02203 / 202990 kontakt@drescher-cie.de

Die Fähigkeit zu denken und daraus zweckvolles Handeln abzuleiten, bezeichnet man als Intelligenz. Sie ist nicht auf den Menschen beschränkt, wie die Forschung rund um die Künstliche Intelligenz (KI) zeigt, sondern kann auch von Maschinen ausgehen. Und eben diese Vorstellung selbst denkender „Roboter“, die sich erinnern, sehen, hören, Muster erkennen und in Echtzeit interagieren, ist es, die Befürworter der KI im Asset Management ins Träumen geraten lässt. Sie versprechen sich dank immer größerer Rechnerleistungen und Datenmengen Kostensenkungen, Effizienzsteigerungen, zeitnahe Marktanalysen und bessere Prognosen, kurz um: höhere Renditen. Die Maschine kommt auf Ideen, die dem Menschen verschlossen bleiben und treibt Innovation und Disruption voran. Die Kritiker hingegen sprechen von Spielerei und sorgen sich um Kontrollverluste, technische Sterilität des Asset Managements und drohende Massenarbeitslosigkeit in der Finanzindustrie. Liegt die Wahrheit wie so oft im Leben irgendwo in der Mitte? Die Zukunft wird es erweisen.

Denn der Einsatz der KI Technologien befindet sich noch im Erprobungsstadium im Kreise weniger Anbieter. Die bisherigen Rendite-Resultate sind gemischt und noch weit von jener Angleichung der Managementleistungen entfernt, die am Ende eines konsequenten Einsatzes von Künstlicher Intelligenz vielleicht zu erwarten steht. Wenn der Begriff „KI“ in der Fondsbranche fällt, sollte somit im Einzelfall genau geprüft werden, wo er eher dem Marketing geschuldet ist und Excel-gestützte regelbasierte quantitative Analyse bewusst mit KI verwechselt wird und wo wirklich geforscht wird, will sagen, sich Maschinen ohne menschlichen Eingriff ihre eigenen Regeln entwickeln und aus Fehlern lernen.