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Oder vornehmer formuliert, „wenn das Wörtchen WENN nicht wär, wär mein Vater Millionär. Beide Redensarten erinnern uns daran, dass es müßig ist, im Nachhinein darüber nachzudenken, was man alles hätte besser machen können. So wird sich beispielsweise mancher Anleger heute mit Blick auf die aktuellen Indexstände ärgern, nicht Anfang April dieses Jahres zugegriffen zu haben, als Aktien im Zuge der durch den Corona-Lockdown bedingten Einbrüche an den Kapitalmärkten zum Discount zu haben waren. Im Nachhinein hätte da in vielen Fällen mehr als 30% Gewinn auf Sicht weniger Monate gewunken.

„Wenn ich gewusst hätte, dass die Notenbanken noch einmal so massiv stützen würden, dass derart große konjunkturelle Hilfspakete geschnürt würden und dass Technologie- und Pharmaunternehmen oftmals so große Gewinner dieser Krise sein würden, kurzum, wenn ich gewusst hätte, dass sich die Märkte so schnell erholen, ja dann hätte ich natürlich investiert, wird mancher Anleger heute mit seiner damaligen Entscheidung hadern.

Mit Vergangenheitsbewältigungen dieser Art wird unnötige Kraft vergeudet. Besser, man lernt seine Lektion für die Zukunft und macht es das nächste Mal besser. Sie lautet: „Für WISSEN, im Sinne der Gewissheit im Vorhinein, lassen sich keine Risikoprämien vereinnahmen. Wer an der Börse Chancen nutzen will, muss sie sich um den Preis kalkulierbarer einzugehender Risiken erkaufen. Dabei wird man nicht immer und erst recht nicht immer so hoch und so schnell belohnt, wie im jüngsten Fall, aber oft. Von woher man ja auch nur Teile des Vermögens und schrittweise auf Markterholungen setzen soll.

Und wenn man genau hinsieht, gibt es noch eine ganze Menge Märkte und Indizes, die sich noch nicht oder erst in Ansätzen erholt haben. Vielleicht jetzt mal etwas Risiko nehmen?