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Bis zum 10. März 2021 verbleibt lizensierten Finanzinstituten, die Anlageberatung und Finanzportfolioverwaltung (inklusive AIF) erbringen, sowie Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung, nur noch wenig Zeit, sich auf jene Offenlegungspflichten in Sachen Nachhaltigkeit vorzubereiten, zu denen sie die EU-Finanzmarktregulierung zukünftig vergattert hat. Die Anträge mehrerer Verbände, noch einen Corona bedingten zeitlichen Aufschub zu erwirken, wurden in Brüssel mit dem Hinweis auf die herausragende Bedeutung des Projektes abgelehnt.

Nun gilt es also die Internetseiten und vorvertraglichen /ex-post Informationen noch fristgerecht um Hinweise zu Nachhaltigkeitsrisiken zu ergänzen. Es muss Stellung bezogen werden, welche Bedeutung man ihnen beimisst und wie man sie ggf. zu kontrollieren gedenkt. Wer Auswirkungen seiner Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren keine Beachtung schenkt, muss dies eingehend begründen und dürfte damit in der Folge direkt aus dem Anlageuniversum ESG-affiner Anleger ausscheiden. Wer im Umkehrschluss Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren beachtet, muss dezidiert darlegen, welche Rolle die Nachhaltigkeit im Zuge seiner Strategien und Prozesse spielt und welche Wechselwirkung zwischen ESG-Filtern und der erwarteten Rendite unterstellt wird.

Ziel dieser Offenlegungspflichten, die Teil des EU-Sustainable-Action-Plan sind, ist es, die Transparenz zu stärken und Vermarktungsstandards nachhaltiger Anlagelösungen zu setzen, mithin, „Greenwashing“, wo möglich, zu unterbinden. Wer ESG konform investieren will, soll wissen, wo er das kann.

Die nun in einem ersten Schritt zu deklarierenden Offenlegungspflichten, die noch relativ allgemein gehaltene Ausführungen erlauben, geben nur einen Vorgeschmack auf ihre Verschärfung in der näheren Zukunft, wenn sie mit der Taxonomie-Verordnung verzahnt werden. Dann sollen auch genaue Merkmale und Indikatoren beschrieben werden und Zuordnungen zu Klassen und Größen erfolgen.

Es gilt also keine Zeit zu verlieren und sich durchdacht auszudrücken. Freie Finanzberater, die zunächst nicht vom Rechtsrahmen erfasst werden, könnten abschließend nebenbei bemerkt darüber nachdenken, Eigeninitiative zu zeigen und sich analog zu erklären, um ihre Verbundenheit zur Nachhaltigkeit zu unterstreichen und die Professionalität ihrer Arbeitsweise zu unterstreichen.